Der Hintergrund

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt mit dem Programm „WiR! – Wandel durch Innovation in der Region“ eine Plattform für strukturschwache Regionen der neuen Bundesländer, um Innovationspotentiale zu entdecken und zu fördern. Im Rahmen der Fördermaßnahme haben sich 105 Regionalbündnisse beworben, um einen Strukturwandel in der eigenen Region zu erreichen. Davon wurden I-Ma-Tech und 31 weitere Bündnisse ausgewählt und in einer Konzeptphase gefördert. Ziel dieser Phase ist die Erarbeitung eines zukunftsfähigen Konzeptes für die Region und damit die Bewilligung der Fördermittel für eine fünfjährige Umsetzungsphase bis 2023. Die eingereichten Konzepte werden von einer Jury nach verschiedenen Kriterien bewertet. Erfolgreiche Konzepte ermöglichen den Start in die Umsetzungsphase. Das Bündnis I-Ma-Tech arbeitet entschlossen an den Zielen für die Region Musikinstrumentenbau im Vogtland.

 

Die Region

Die Region im engeren Sinne des Projektes bezieht sich auf den Musikinstrumentenbau im geografischen Gebiet des Vogtlands. Die Region Musikinstrumentenbau weist im Grunde typisch ländliche Züge auf. Bei genauer Betrachtung ergeben sich allerdings einzigartige Merkmale. Der vogtländische Musikinstrumentenbau bildet im Vergleich zur gesamten Bundesrepublik einen Schwerpunktstandort. Mit über 126 Werkstätten, ca. 2.500 Beschäftigten in der Branche sowie einem Anteil an Produktion und Umsatz von ca. 10 % in Bezug auf den Bund darf sich die Region selbstbewusst „Zentrum des deutschen Orchesterinstrumentenbaus“ nennen. Die Bandbreite und Qualität der hergestellten Instrumente sowie der angebotenen Serviceleistungen sind in Deutschland einzigartig. Durch das bis heute gepflegte traditionelle Handwerk, wurde der Musikinstrumentenbau in das Bundesverzeichnis für immaterielles Kulturerbe aufgenommen.

 

Die Ziele

Der traditionelle Musikinstrumentenbau im Vogtland steht vor einer Vielzahl von aktuellen und zukünftigen Herausforderungen. Aufgrund der demografischen Entwicklung und moderner Berufsbilder fehlen bereits heute Fachkräfte in der Branche. Internationale Bestimmungen schränken die Verwendung von konventionellen Materialien im Musikinstrumentenbau zunehmend ein. Weitere Vorgänge wie Globalisierung und Digitalisierung führen oftmals dazu, dass kleine familiengeführte Handwerksbetriebe aufgegeben werden. Ein struktureller Wandel in der Region ist zwingend notwendig, um den traditionellen Musikinstrumentenbau zu erhalten und für zukünftige Herausforderungen stark zu machen. Dafür wird das Bündnis I-Ma-Tech in den drei Bereichen „Digitalisierung“, „Bildung & Lifestyle“ und „Material“ innovative Konzepte entwickeln, um nachhaltig und langfristig die Material-, Technologie- und Fachkräftebasis im Vogtland zu sichern.

 

Die Partner

Zu den Projektpartnern zählen mehr als 30 Musikinstrumentenbauer, Wirtschaftsvertreter, IT-Ingenieure, Tourismusexperten, Wissenschaftler, Politiker und kommunale Vertreter der Region Musikinstrumentenbau im Vogtland. Das Bündnis wird koordiniert durch:

  • Institut für Musikinstrumentenbau e.V., Zwota
  • Jürgen Voigt Meisterwerkstatt für Metallblasinstrumente, Markneukirchen
  • Musicon Valley e.V., Markneukirchen

Aktueller Projektstand

Skizzenphase
100%
Konzeptphase
100%
Umsetzungsphase
Umsetzungsphase 0%
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