AVR-Mi

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Laufzeit

 „AVR-Mi – Auditive Virtuelle Realität als Werkzeug zur Beurteilung der Klangeigenschaften von Musikinstrumenten“

Digitalisierung

Technsiche Universität Dresden, Professur für Akustik und Haptik

Prof. Dr.-Ing. habil. M. E. Altinsoy

01.10.2021 – 31.12.2023

Zielstellung

Übergreifendes Ziel von AVR-Mi ist es, die Handwerksbetriebe im Musikinstrumentenbau in die Lage zu versetzen, Techniken der auditiven virtuellen Realität zu erschließen und gezielt zur Etablierung von virtuellen Produktvermarktungs- oder Produktentwicklungsprozessen nutzen zu können. Konkret soll dafür untersucht werden, inwiefern die Beurteilung der Klangeigenschaften von Musikinstrumenten mit Hilfe von Techniken der auditiven virtuellen Realität in virtuelle Szenarien überführt werden kann. Dabei steht die Verwendung kopfhörerbasierter Verfahren im Vordergrund.

Eine besondere Herausforderung bei der Beurteilung der Klangeigenschaften von Musikinstrumenten stellt die meist komplexe Zusammensetzung des Instrumentenklanges dar. Um die teils kleinen, aber oft entscheidenden Details darzustellen, muss der virtualisierte Klang daher ausreichend gut aufgelöst sein und darf gleichzeig durch die Virtualisierung möglichst wenig verändert werden. Inwiefern ist es vor diesem Hintergrund möglich, entsprechende auditive virtuelle Realitäten, über künstlerisch ästhetische Aspekte wie die Erzeugung von umhüllenden Klangerlebnissen hinaus, realitätsnah genug zu gestalten, um eine verlässliche und reproduzierbare Beurteilung der Klangeigenschaften von Musikinstrumenten zu erreichen? Welchen Einfluss hat dabei die Komplexität der virtualisierten auditiven Szene auf die erreichbare Realitätsnähe bei der Klangbeurteilung? Diese Fragen stellen den Schwerpunkt von AVR-Mi dar. Sie sollen mit Hilfe von psychoakustischen Wahrnehmungsuntersuchungen beantwortet werden. Die Untersuchungen sollen dabei beispielhaft für die Gitarre durchgeführt werden.

AVR-Mi soll Aufschluss darüber geben, mit welchem Aufwand und mit welchen Methoden zur Erstellung der auditiven virtuellen Realität sich eine virtuelle Beurteilung der Klangeigenschaften bis zu welcher Realitätsnähe realisieren lässt. Auf Basis dieser Kenntnisse sollen schließlich Empfehlungen abgeleitet werden, welche Methoden für welche Anforderungsprofile, z. B. für eine vergleichende Klangbeurteilung im Rahmen des Produktmarketings, geeignet sind.